Naturparks in Spanien

Reiseführer Spanien
Reiseführer Spanien

Spanien und seine Nationalparks

1.226 km² der 500.000 km², die Spanien umfasst, sind zu Nationalparks erklärt worden. In Spanien gibt es insgesamt 14 Nationalparks, von denen sich 8 auf dem Festland befinden und 6 auf den Inseln der Balearen und Kanaren.

Nationalpark Doñana

Der Nationalpark Doñana liegt in den Provinzen Sevilla und Huelva an der Flussmündung des Guadalquivir. Seine Ausdehnung umfasst rund 50.720 Hektar. Es überlappen sich in diesem Nationalpark drei verschiedene Ökosysteme: Sumpf, die Dünen an der Küste und die Strände am Atlantik. Der Nationalpark befindet sich an der bei Touristen beliebten Costa de La Luz und gilt als beliebtes Ausflugsziel. Allerdings kann man den Nationalpark nur unter Voranmeldung besuchen. Hier sind seltene und vom Aussterben bedrohte Tierarten wie der Pardelluchs beherbergt. Seit 1994 gehört der Nationalpark zu den Weltkulturerben.

Diese Umstände und das sehr warme Klima, bei dem auch im Winter die Temperatur nie unter 8°C sinkt, machen dieses Gebiet zu einem idealen Halteplatz für Zugvögel auf ihrem Flug in den Süden Afrikas. Andere Tierarten haben diesen Ort zu ihrem Winterquartier gemacht und verbringen den Sornmer im Norden Europas. Großteils des Gebiets entstand durch die Sedimentsablagerungen des Flußes Guadalquivir.

Nationalpark Tablas de Daimiel

Der Nationalpark Tablas de Daimiel hat 1.928 Hektar und liegt in dem Gebiet, das die feuchte Mancha gennant wird, und besteht aus weiten Ebenen mit großen feuchten Zonen, in denen mehr als 200 verschiedene Vogelarten beobachtet werden können.
Dieser Nationalpark schützt eine der letzten verbliebenen Fußauen Spaniens. Leider ist trotz vieler Schutzmaßnahmen ein großer Teil des Gebietes bereits ausgetrocknet. Die Wurzel dieses Problems liegt im unüberlegten Anzapfen von Grundwasser und dem Kanalisieren von Flüßen. Der Nationalpark Tablas de Daimel wurde zum Biosphärenreservat erklärt

Los Picos de Europa

Der Nationalpark Los Picos de Europa umfasst den Nationalpark Montaña de Covadonga; mit seinen insgesamt 64.660 Hektar ist er einer der größten Parks Europas. Der Park umfasst Gebiete der Regionen Asturien, Kantabrien und León. Der Nationalpark Picos de Europa ist frei zugänglich und ganzjährig für Besucher geöffnet. Der Park verfügt über mehrere Besucherzentren, die dem Besucher die Gegebenheiten und Besonderheiten dieses geschützten Naturparks erklären. Das Gebiet wurde im Jahr 2003 zum Biosphärenreservat erklärt und beheimatet eine Reihe von seltenen und vom Aussterben bedrohten Tieren.

Nationalpark von Ordesa

Der Nationalpark von Ordesa hat eine Fläche von 16.000 Hektar und liegt in den Pyrenäen von Huesca, in der Nähe des Nationalparkes der französischen Pyrenäen. Er stellt ein natürliches, perfekt erhaltenes Gebiet dar, das die einzige Herde von pyrenäischen Bergziegen beherbergt.
Der Nationalpark Ordesa y Monte Perdido wird jährlich von zigtausenden Besuchern aufgesucht. Bizarre Felsformationen und tiefe Schluchten verleihen diesem Nationalpark ein besonderes Flair. Der Nationalpark beherbergt eine Reihe von bedrohten Tieren und Pflanzen. Der Monte Perdido ist ein Berg innerhalb des Nationalparks, der zum Weltkulturerbe ernannt wurde.

Nationalpark Aigüestortes und Lago de Sant Maurici

Der Nationalpark Aigüestortes und Lago de Sant Maurici hat eine Fläche von 10.230 Hektar und liegt in den Pyrenäen von Lleida. Er ist umschlossen von Berggipfeln von 3000 m Höhe und mehreren Wasserfällen und Hochgebirgsseen, die ihren Ursprung in den Gletschern haben, die am Ende der Täler und in den alten Gletschergebieten liegen. Durch enorme Höhenunterschiede innerhalb des Nationalparks kommen verschiedene Ökosysteme hier vor. Man findet hier Laubwälder, Nadelwälder und Almenwiesen vor. Dieser Nationalpark beherbergt eine Reihe von bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Obwohl der Nationalpark strengen Naturschutzbestimmungen unterliegt, kann man unter Beachtung gewisser Auflagen hier Wandern und die wunderschöne Gegend genießen.

Nationalpark TimanfayaNationalpark Timanfaya

Der Nationalpark Timanfaya hat eine Fläche von 5.170 Hektar und befindet sich auf der Insel Lanzarote. Es handelt sich um Vulkane, die sich erst in neuerer Zeit gebildet haben. Sie stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. In der sehr kargen Flora gibt es einige einheimische Pflanzen. Von den Tieren in diesem Gebiet ist vor allem die Echse von Haria hervorzuheben. Sie können mit einem für Rundfahrten vorgesehenen Bus durch den Nationalpark Timanfaya fahren und bekommen geschichtliche Hintergründe zum Gebiet. Der Nationalpark beeindruckt durch die mondähnliche Landschaft und die Vielzahl von Kraten und Vulkankesseln, die man heute noch erkennt. Anahnd verschiedener Vorführungen bekommt man die Kraft der unterirdischen Hitze im Nationalpark Timanfaya vorgeführt. Es befindet sich ein von Cesar Manrique gestaltetes Restaurant im Nationalpark, das einen Ofen besitzt, der mit reiner Erdwärme betrieben wird.

Nationalpark CalderaNationalpark Caldera de Taburiente

Der Nationalpark Caldera de Taburiente hat eine Größe von 4.690 Hektar und liegt auf der Insel La Palma. Er besteht aus einem riesigen Kessel, der aufgrund der Ausspülung durch das Wasser entstanden ist und dessen Tiefe zwischen 600 und 900 m beträgt, seine Ränder erreichen bis zu 2.400 m. Die Caldera de Taburiente ist weltweit der größte Senkkrater. Es wird angenommen, dass sich vor etwa 1 Million Jahre hier mehrere Vulkane befunden haben. Das Gestein im Nationalpark ist teilweise so mineralhältig, dass intensive Rottöne entstehen. Im Nationalpark befindet sich ein Wasserfall sowie eine auffällige Felsnadel, die sich hundert Meter von einem Kamm empor hebt. Die so genannte Felsnadel ist aus Basaltstein und eines der beliebtesten Sehenswürdigkeiten im Nationalpark Caldera de Taburiente genannt Roque Idafe.

Der Teide Nationalpark auf TeneriffaNationalpark Las Cañadas del Teide

Der Nationalpark Las Cañadas del Teide hat 13.500 Hektar Fläche und befindet sich auf der Insel Teneriffa. Der Gipfel des Teide, der vulkanischen Ursprungs ist, hat eine Höhe von 3.718 m und ist in einer Gegend mit subtropischem Klima fast immer mit Schnee bedeckt. In seiner reichhaltigen Flora finden sich fünfzig einheimische makronesische Arten, von denen einige nur in diesem Nationalpark vorkommen. Besondere Sehenswürdigkeiten im Teide Nationalpark sind die berühmten Felsformationen der Roque Garcia und die gut erkennbaren Ausläufer der letzten Vulkanausbrüche. Eine Seilbahn führt auf die Spitze des Teides. Das Gebiet ist hervorragend zum Wandern geeignet. Innerhalb des Nationalparks befinden sich zwei Besucherzentren, die Ihnen gerne für weitere Information zur Verfügung stehen.

Nationalpark GarajonayNationalpark Garajonay

Der Nationalpark Garajonay hat 3.974 Hektar und befindet sich auf der Insel Gomera. Er besitzt die bedeutendsten Laurisilva-Wälder, die es noch auf der kanarischen Inselgruppe gibt. Der Nationalpark Grajonay wurde zum Weltnaturerbe erklärt. Der Nationalpark ist von sagenumwobenen Geschichten und Legenden geprägt und gilt als Besonderheit auf La Gomera. Die eizigartige Fauna und Flora machen diesen Nationalpark zu einer beliebten Sehenswürdigkeit auf La Gomera. Die Laurisilva wirkt wie ein Märchenwald auf einen. Das Plätschern kleiner Quellen gibt seinen Teil dazu und alles wirkt magisch und irreal.

See- und Landnationalpark der Inselgruppe Cabrera

Der See- und Landnationalpark der Inselgruppe Cabrera hat eine Größe von 1.836 Hektar und wurde erst vor kurzem zum Nationalpark erklärt. Es handelt sich um die größte nicht erschlossene Insel des Mittelmeeres. Was ihre Tierwelt angeht, so gibt es dort viele Eleonor-Falken, einheimische Echsen und ganze Kolonien von Seevögeln. Die Insel gilt als beliebtes Ziel für Forschungen und Beobachtungen rund um seltene Vogelarten. Man braucht allerdings eine Bewilligung um diesen Nationalpark der Inselgruppe Cabrer betreten zu dürfen.

Nationalpark Cabañeros

Dieser Nationalpark befindet sich in der Region von Kastilien La Mancha. Insgesamt umfasst der Parque Nacional Cabañeros eine Fläche von 41.804 ha. Dieser Nationalpark beherbergt vor allem seltene Arten von Wild und bedrohte Vogelarten. Der Park ist zugänglich und es führen einige beschilderte Wanderwege durch das Gebiet des Nationalparks. Hier finden wir unter anderem wild vorkommend den Luchs, Dachs und Wanderfalken sowie Fischotter.

Nationalpark Sierra Nevada

Dieser Nationalpark umfasst die höchsten Gebirgsgruppen ganz Spaniens. Das Gebiet umfasst die regionen Almería, Granada und andere Teile der autonomen Region Andalusien im Süden Spaniens. Das Gebiet ist beliebt bei Einheimischen und Urlaubern. Im Winter gibt es sogar Ski- und Wintersportgebiete in der Umgebung. Der Nationalpark Sierra Nevada ist zu Fuß oder per Mountainbike zugänglich.

Nationalpark Monfragüe

Dieser Nationalpark befindet sich in der spanischen Region Extemadura. Das Gebiet umfasst insgesamt 17.852 ha und beherbergt eine Reihe von seltenen und besonderen Pflanzenarten. Es kommen viele Hartlaubpflanzen im Nationalpark Monfragüe vor. Hier kann man wunderbar Greifvögel in einem natürlichen Habitat beobachten. Im Naturpark herrschen besondere Schutzrichtlinien zum Schutz bedrohter Vogelarten. Das Gebiet wurde zum Biosphärenreservat erklärt.

Nationalpark Islas Atlánticas de Galícia

Dieser Nationalpark befindet sich in der Gegend der vor den Galizischen Atlantikküste liegenden Inselgruppe Cies. Der Nationalpark umfasst 72 m² Meeresfläche und 12 km² Landfläche. Dieses Gebiet ist ein ganz besonderes Ökosystem, das ein natürlicher Lebensraum für Mittelmeermöwen und verschiedene Weich- und Krustentiere ist. Besonderheiten in der Flora sind seltene Algenwälder. Des Weiteren hat man das Vorkommen verschiedener Delfinarten im Nationalpark beobachtet.
 
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